Landeshauptarchiv Schwerin

Stylisierte Anführungszeichen Ein Haus der Erinnerungen

Mehr als 800 Jahre Landesgeschichte in Akten geschnürt, gestapelt und ordentlich aufgehoben:
Es ist beeindruckend, dass jeder Bestandteil des Schweriner Residenzensembles hier registriert und gut aufgehoben ist, genauso wie die sonstigen mecklenburgischen Aktenbestände. Was Vorpommern betrifft, wird heute in Greifswald aufbewahrt.
Das Landeshauptarchiv Schwerin ist damals fortschrittlich und vorausschauend gebaut worden.

Friedrich Franz der IV beauftragte den Bau des Geheimen und Hauptarchivs des Großherzogtums Mecklenburg. Mit ihm entstand von 1909 bis 1911 ein nach neuesten technischen Erkenntnissen errichteter Funktionsbau zur Lagerung von Archivalien. Realisiert wurde dieser durch den Bau- und Ministerialdirektor Paul Ehmig, der damals in mecklenburgischen Diensten stand.
Doch es gab bereits Vorgängerbauten: 1701 nach der dritten Landesteilung wurden die beiden Residenz-Archive Güstrow und Schwerin in der Hofdornitz im Schweriner Schoss zusammengelegt. Beinahe 80 Jahre später wurde dies nach weiteren Zugängen mit dem Urkundenarchiv zum Geheimen und Hauptarchiv des Herzogtums, später des Großherzogtums.
1835 wurden die Bestände dann im Kollegiengebäude I untergebracht. Und schließlich 1911 stand das neu erbaute Gebäude in der ehemaligen Beaugency Straße, heute Graf-Schack-Allee, zur Verfügung.

Zum Stil
Das Gebäude ist das jüngste der großherzoglichen Regierungsbauten, die zum Schweriner Residenzensemble gehören. Es besteht aus einem langgestreckten Verwaltungsbau und dem sieben Geschosse umfassenden Magazinbau.
Zu seiner Gründung wurden 22 Meter lange Simplex-Betonpfähle in das moorige Erdreich getrieben. Das war bautechnisch fortschrittlich, denn üblich waren bis dahin Holzpfähle. Um die Last der ungeheuren Aktenmenge zu mindern, entwickelte der Bau- und Ministerialdirektor Paul Ehmig eigens ein unbekleidetes selbsttragendes Stahlgerüst mit eingehängten Regalen. Die neue Technik des bahnbrechenden Gebäudes, mit Aufzug und Brandschutzberücksichtigung, erregte überregionales Aufsehen.
Auch die Farbigkeit und die Jugendstilmalerei im Foyer des Verwaltungsgebäudes sind baukünstlerisch etwas Besonderes. Und: Paul Ehmig hatte vorausschauend gedacht: Das Archiv kann auf dem Standort in zweierlei Richtungen erweitert werden.

Zusätzliche Informationen

Welterbe Schwerin Förderverein
Puschkinstr. 44 (Rathaus)
19055 Schwerin

Telefon: +49 (385) 5925-277
Telefax: +49 (385) 5925-253
E-Mail: info@welterbe-schwerin.de
Website www.welterbe-schwerin.de

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