Heinrich der Löwe

Stylisierte Anführungszeichen Statue aus Kunststein von Peter Lenk, 1995


Das Denkmal Heinrich des Löwen befindet sich auf dem Altstädtischen Markt und erinnert an den Stadtgründer Schwerins, Heinrich den Löwen. Die Geschichte des Platzes reicht somit bis ins Jahr 1160 zurück. Über Jahrhunderte bildete der Markt das politische, wirtschaftliche und religiöse Zentrum der Stadt.
Die sieben Meter hohe Skulptur besteht aus einem Löwen, der auf einer viereckigen Säule steht. An den Seiten sind Episoden aus dem Leben Heinrichs in Stein gemeißelt:
Der Wendenkreuzzug 1147, die Gründung Schwerins 1160, die Herstellung des Braunschweiger Löwen von 1164 bis 1176 als Symbol der Regentschaft Heinrichs in der Residenz Braunschweig sowie die Bardowicker Gesäßparade.
Das Denkmal wurde 1995 am Vorabend des 800. Todestages des Stadtvaters und anlässlich der 1.000-Jahr-Feier Mecklenburgs errichtet. Geschaffen hat es der Bildhauer Peter Lenk. Bereits ab Bekanntwerden der Gestaltungspläne sowie bei der Einweihung des Kunstwerkes gab es sehr zwiespältige Meinungen dazu. Während die einen lächelnd die vier Geschichten an der Säule betrachteten, riefen sie bei anderen durch die dargestellten Obszönitäten – ein Pferd mit erigiertem Penis und ein Spalier nackter Hintern – Empörung hervor.


Der Künstler Peter Lenk ist für seine provokanten und ironischen Arbeiten bekannt. In Schwerin wollte er mit seinem Denkmal auf die vielen Facetten Heinrichs sowohl als Städtegründer wie Stadtzerstörer, als stolzen Herrscher wie auch apokalyptischen Reiter hinweisen. Die szenischen Reliefs der mecklenburgischen Eroberung sind dabei martialisch und wenig anmutig dargestellt. Protzen, metzeln, verklären – mit dieser Sicht auf die Geschichte konfrontiert der Künstler die Betrachter des Denkmals.
Lenk verbarg zudem in seinem Löwendenkmal ein Geheimnis. Durch ein Loch im Hinterteil von Heinrichs stolzem Pferd könnte man hineinschauen – wenn es nicht verschlossen wäre. Drinnen hat Lenk auf einem Relief den DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker und seinen sowjetischen Zeit- und Amtsgenossen Leonid Breschnew beim Bruderkuss dargestellt. Doch der Künstler lehnt ei... mehr mehr Text anzeigen

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